Babysitten

Dezember 19, 2009 von pustekuchen

ein letztes Mal. Bis jetzt ist alles friedlich dort oben und ich hoffe stark, dass es in den nächsten Stunden auch so bleiben wird, denn leider bin ich wohl noch eine ganze Weile nicht von den Pflichten der Nachtwache befreit. Aber es ist warm. Gott sei Dank!! Ok, ich befinde mich auch direkt neben dem Ofen, das könnte etwas helfen…

Ich habe den Abend ruhig und friedlich verbracht und werde den morgigen Tag mit Ausschlafen, Packen, Staubsaugen, Putzen und Klamottenaussortieren verbringen. Das sind Aussichten, vor allem weil sich das mit dem Aussortieren wohl in den heimatlichen deutschen Gefilden genauso fortsetzen wird… pfiii. Und seitdem ich weiß, dass es bei euch gerade unter zehn Grand minus hat, bekomme ich gerade richtig Lust in einer Garage in Kisten zu kramen!! Vielleicht bleibe ich ja einfach hier. Ich dachte hier sei es kalt, aber so kalt ist es auch wieder nicht, wenn man es mit einer Garage bei minus zwölf Grad vergleicht.

Heute hat es hier zum ersten Mal richtig geschneit – Schnee, der auch liegen geblieben ist. Schön! Mal sehen, wie es bei euch aussieht, wenn ich überhaupt dort ankomme. Der Süden von England scheint ja nicht ganz schneeerprobt zu sein, bei schottischen Flughäfen habe ich da ja schon eher Hoffnung, dass sie mit den Bedingungen zurecht kommen, aber warten wir es ab.

Was soll ich sagen? Bilanz ziehen am Ende von sechs Monaten?

Was habe ich erlebt? Was habe ich getan? Was habe ich verpasst?

Viel. Viel. Viel. Tja, so ist das eben. Ein halbes Jahr geht auch ziemlich schnell vorbei und dann ist das Ende schon da. Jetzt. Noch einen Tag und am Montag Morgen mache ich mich schon auf zum Flughafen nach Edinburgh. Rachael hat Zeit mich zu fahren und so muss ich nicht meinen hoffentlich 20-Kilo-Koffer, das eindeutig nicht nur 6-Kilo-Handgepäck und die definitiv überladene Laptop-Tasche durch Züge und Busse schleppen. Hooray!! Um kurz vor fünf deutscher Zeit dürfte ich dann wieder den heimatlichen Boden betreten und so der Himmel will auch von meinem Väterchen eingesammelt werden.

Meine Zeit zu Hause ist auch bereits wieder verplant: Gleich am Dienstag unterschreibe ich endlich meinen Mietvertrag, bespreche allerhand meine Versicherungen betreffend und werde höchst wahrscheinlich auch die eine oder andere Stunde in besagter Garage verbringen, um schon einige nützliche Utensilien in mein künftiges Domizil zu schaffen. Weihnachten rückt dann auch näher, mein Amtsarzt-Termin, mein Freiburg-Tag, Silvester, mein Umzug… Ja, ja, langweilig wird mir bestimmt nicht werden!!

Also dann, ich lege mich zur Ruhe und hoffe, dass mich kleine Knirpse nicht aus selbiger reißen. Gut’s Nächtle (um mich schon einmal an die Arbeitssprache der nächsten eineinhalb Jahre zu gewöhnen…)

Abschiedspub

Dezember 19, 2009 von pustekuchen

Gestern haben Denise und ich uns von den Pubs in Stirling verabschiedet, von uns und von den anderen. Quiz Night im Drouthy Neebors.

Quiz Night

Wir waren mies – trotz muttersprachlicher Unterstützung – aber spaßig war’s.

Das war es also mit den anderen Au pairs und Nich-Au-pairs in Schottland. Eine letzte Reminiszenz an meine “Jungend” ;-) – die damit dann wohl auch dahin wäre…

Wieder da und wieder warten

Dezember 16, 2009 von pustekuchen

Meine Lieben,

ich stecke wohl etwas im Verabschieden fest und habe somit den Adventskalender, der schon gar keiner mehr ist, schmählich vernachlässigt. Aber ich werde euch wieder ein bisschen auf den neuesten Stand bringen. Wo fange ich an? Am bestem am Samstag: Verabschieden von Glasgow *schnief* und es hätte noch so viele Dinge gegeben, die ich mir gerne angschaut hätte… Aber das war auf alle Fälle nicht das letzte Mal Glasgow in meinem Leben!

Sonntag, da mache ich weiter: Luzia. Basteln, backen, Fudge kochen, Luzia-Lieder singen…

nicht mehr viel Platz...

schwer beschäftigt!

Abends sind wir dann noch bei einer Affenkälte durch Stirling gezogen – nicht alle allerdings, denn alle anderen Nicht-Schweden hatten sich davor irgendwie verabschiedet…

In Stirling

Das war also die Schwedische Abschiedsparty. Seufz.

Am Montag war dann die Weihnachtsfeier in der Schule in Stirling. Stille Nacht in allen Sprachen, die aufzutreiben waren – und das waren einige! Essen, Reden, Verabschieden und wieder essen…

die Deutschen (und Österreicher ;-) )

Essen!

Und gestern dann der Abschied vom College. Das waren also meine letzten Tage. Heute Abend dann noch der Abschieds-Pub in Stirling, da die meisten in den nächsten Tagen dann doch nach Hause fliegen oder bereits dort sind… Nun denn, ich melde mich dann noch mal – doch jetzt kommen die Knirpse zurück. Ferien – für sie, nicht für mich ;-)

P.S.: Ach ja, warum ich warte… Paket, was sonst?!

Das Warten hat ein Ende

Dezember 10, 2009 von pustekuchen

denn die Kiste ist da – riesig und nicht zu bewegen, jedenfalls nicht für mich. Das heißt, dass ich die Kinder von der Schule abholen kann und den Rest des Nachmittags nicht an das zugegebenermaßen ganz nette Thornton Lodge gefesselt bin. Was ich allerdings in den nächsten acht Stunden mit den Knirpsen machen soll… mhm. Das gibt einen langen Tag, den ich leider alleine bestreiten muss, denn Debbie “wird nicht gebraucht” und Mark ist arbeiten. Also dann, der Schulweg bleibt mir noch, um mir eine gute und wirkungsvolle Strategie auszudenken! Malen, Puzzeln, Radfahren, Hütten bauen, Monster spielen…

Warten auf…

Dezember 10, 2009 von pustekuchen

ein oder viele Pakete – und das den ganzen Tag, bis es/sie endlich angekommen sein wird/werden. Rachael wartet auf Computer und Zubehör, die nicht einfach vor der Tür abgestellt werden können; somit bin ich heute ans Haus gefesselt und darf mich nicht von der Stelle rühren. Aber das hat auch seine Vorteile – welche? Darüber muss ich noch nachdenken…

Wintermüdigkeit

Dezember 9, 2009 von pustekuchen

Das gibt es also auch. Nicht nur die wohlbekannte und verhasste Frühjahrsmüdigkeit, sondern auch die unbekannte aber deshalb nicht weniger verhasste Wintermüdigkeit. Was soll ich sagen? Ich bin müde und das hatte einige Auswirkungen auf meinen heutigen Tag: Zuerst bin ich zwei Minuten vor acht aufgewacht – um acht musste ich anfangen zu arbeiten. Dann habe ich Debbie zugesagt eine Bestellung bei Argos für sie abzuholen – das Weihnachtsgeschenk für Maisie – und prompt die Bestellnummer zu Hause vergessen. Gott sei Dank gibt es Handys, die auch noch Strom für knappe zwei Minuten hatten… Letztendlich ist mir während des nachschulischen Kaffeetrinkens aufgefallen, dass ich das mühsam ergatterte Geschenk für Maisie in der Schule hab stehen lassen, die dann auch schon geschlossen war, als ich wieder dort ankam. Die Nummer im Internet stellte sich als bösartige oder dämliche Fälschung heraus und ich stand da. Debbie war mit Hamish unterwegs. Nach einer Weile suchen habe ich dann tatsächlich eine funktionierende Nummer gefunden, Lore erreicht und herausgefunden, dass von 16-19 Uhr im Rock Centre ein Jugend Club ist. Ich arbeite bis 19 Uhr.  – Aber hier war meine Pechstähne vorerst beendet und Rachael war zu Hause und hat mich netterweise nach Stirling gefahren, damit ich schauen konnte, ob besagte Tüte noch dort ist. Sie war es *puh* und ich erleichtert. Debbie hat ihr Geschenk, Maisie wird an Weihnachten ihre Ariel- und Prinzessinnen-Puppen haben und ich bin fix und fertig mit den Nerven. Was für ein Tag! Frühjahrsmüdigkeit ist nichts dagegen!!

Törchen

Dezember 8, 2009 von pustekuchen

Heute wird es ein langweiliges Törchen, denn heute habe ich rein gar nichts Interessantes gemacht außer jede Menge zu telefonieren. Mhm. Und mehrfach habe ich daran gedacht, meine Kiste zu packen und zu wiegen. Gut, dann halte ich diesen Tag als einen Nicht-Kisten-Pack-Tag fest und schreite zum morgigen Kisten-PAcktag voran. Wir sehen uns dann :-)

Sonntag und beinahe frei

Dezember 6, 2009 von pustekuchen

Heute feier ich Nikolaus und mache mir einen ganz ruhigen gemütlichen Tag mit Tee und Plätzchen! – und das alles während mein Gastvater und dessen Vater das Haus reparieren, Rachael arbeitet und ich noch ein paar Stunden auf die Kinder aufpasse. Das ist irgendwie schon ein bisschen irritierend, dass hier überhaupt keine Weihnachts- oder Adventsstimmung aufkommt. Das Haus ist nicht geschmückt und gebacken wird nicht, es werden keine Weihnachtsgeschichten vorgelesen und auch am Sonntag sitzt man nicht zusammen um einen Adventskranz und liest gemeinsam “Marias kleiner Esel”, während man an einem Zimtstern knabbert. Das ist schade, denn daran erinnere ich mich noch gut. Und ich habe beschlossen, bei meinen Kindern (potentiellen, sehr viel späteren…) dieses Zusammensitzen und Geschichtenlesen einzuführen, denn ich mag die Atmospäre, das Unhektische, das Familiengefühl. Ich finde Sonntage, Adventssonntage und Adventszeit im Allgemeinen sehr schön. Warum sollte man sie nicht zelebrieren?!

Törchen 5

Dezember 6, 2009 von pustekuchen

nachgereicht.

Ja, es tut mir leid, dass ich mit diesem Törchen erst einen Tag zu spät rausrücke, aber ich habe keine Entschuldigung. Denn ich habe einfach nur Plätzchen gebacken mit Teilen der Vereinigung deutschsprachiger Au pairs in Schottland, Abendgegessen, Pubs besucht, “Merry Christmas” angeschaut… und euch bis heute Morgen ignoriert. Mea culpa. Aber hiermit wird die Anekdote des gestrigen Tages nachgeliefert. Sie ist kurz:

Wenn kleine Kinder Srache lernen können dabei sehr witzige Dinge herauskommen, wie gestern bei Ruaridh. Mit einer überaus ernsten Miene und dem Blick des älteren Bruders sprach er zu Maisie:

“Could you please give me a flavour?”

Rebekka war ob dieses Satzes etwas verwirrt, denn es gab in der Nähe keine Geschmacksrichtungen zu geben. Wir haben ein Puzzle gemacht.

Aber es ging weiter, nachdem Maisie als liebe kleine Schwester brav ja gesagt hatte: “Could you bring me the Bob jigsaw?”

An dieser Stelle klickte es. Aha. Fehlerhafte Übernahme von gerade Gehörtem. Ich hatte einen ähnlichen Satz verwendet, allerdings hatte er nichts mit Geschmäckern zu tun: “Could you do me a favour?”

Ich liebe solche Geschichten und man findet sie fast jeden Tag, wenn man mit kleinen Kindern zu tun hat :-) !

WOHNUNG!!!

Dezember 4, 2009 von pustekuchen

Meine lieben Blogleser und Innen (zumindest all diejenigen, die es noch nicht wissen)!

Ich habe eine Wohnung!

Juhu!

Tief durchatmen… ok. Also: Ich wohne ab Januar nun wirklich und endgültig in Rottweil und zwar direkt im Zentrum neben dem Münster (oder heißt das da so?). Falls mich also irgendwer besuchen will – einfach dem Kirchturm folgen :-)

Ich bin auf alle Fälle erleichterte Mieterin einer Wohnung, die schulnah ist, die ich mir gerade so leisten kann, die gewaltige Ausmaße hat (für meine Verhältnisse) und die mir auch noch gefällt. Besucher herzlich willkommen ab der ersten Januarwoche!! Genaueres folgt, ich habe nur gerade die endgültige Bestätigungs-E-Mail gelesen (danke Papa!) und musste diese erfreuliche Neuigkeit gleich verbreiten, denn ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen!