ein letztes Mal. Bis jetzt ist alles friedlich dort oben und ich hoffe stark, dass es in den nächsten Stunden auch so bleiben wird, denn leider bin ich wohl noch eine ganze Weile nicht von den Pflichten der Nachtwache befreit. Aber es ist warm. Gott sei Dank!! Ok, ich befinde mich auch direkt neben dem Ofen, das könnte etwas helfen…
Ich habe den Abend ruhig und friedlich verbracht und werde den morgigen Tag mit Ausschlafen, Packen, Staubsaugen, Putzen und Klamottenaussortieren verbringen. Das sind Aussichten, vor allem weil sich das mit dem Aussortieren wohl in den heimatlichen deutschen Gefilden genauso fortsetzen wird… pfiii. Und seitdem ich weiß, dass es bei euch gerade unter zehn Grand minus hat, bekomme ich gerade richtig Lust in einer Garage in Kisten zu kramen!! Vielleicht bleibe ich ja einfach hier. Ich dachte hier sei es kalt, aber so kalt ist es auch wieder nicht, wenn man es mit einer Garage bei minus zwölf Grad vergleicht.
Heute hat es hier zum ersten Mal richtig geschneit – Schnee, der auch liegen geblieben ist. Schön! Mal sehen, wie es bei euch aussieht, wenn ich überhaupt dort ankomme. Der Süden von England scheint ja nicht ganz schneeerprobt zu sein, bei schottischen Flughäfen habe ich da ja schon eher Hoffnung, dass sie mit den Bedingungen zurecht kommen, aber warten wir es ab.
Was soll ich sagen? Bilanz ziehen am Ende von sechs Monaten?
Was habe ich erlebt? Was habe ich getan? Was habe ich verpasst?
Viel. Viel. Viel. Tja, so ist das eben. Ein halbes Jahr geht auch ziemlich schnell vorbei und dann ist das Ende schon da. Jetzt. Noch einen Tag und am Montag Morgen mache ich mich schon auf zum Flughafen nach Edinburgh. Rachael hat Zeit mich zu fahren und so muss ich nicht meinen hoffentlich 20-Kilo-Koffer, das eindeutig nicht nur 6-Kilo-Handgepäck und die definitiv überladene Laptop-Tasche durch Züge und Busse schleppen. Hooray!! Um kurz vor fünf deutscher Zeit dürfte ich dann wieder den heimatlichen Boden betreten und so der Himmel will auch von meinem Väterchen eingesammelt werden.
Meine Zeit zu Hause ist auch bereits wieder verplant: Gleich am Dienstag unterschreibe ich endlich meinen Mietvertrag, bespreche allerhand meine Versicherungen betreffend und werde höchst wahrscheinlich auch die eine oder andere Stunde in besagter Garage verbringen, um schon einige nützliche Utensilien in mein künftiges Domizil zu schaffen. Weihnachten rückt dann auch näher, mein Amtsarzt-Termin, mein Freiburg-Tag, Silvester, mein Umzug… Ja, ja, langweilig wird mir bestimmt nicht werden!!
Also dann, ich lege mich zur Ruhe und hoffe, dass mich kleine Knirpse nicht aus selbiger reißen. Gut’s Nächtle (um mich schon einmal an die Arbeitssprache der nächsten eineinhalb Jahre zu gewöhnen…)









